Speed-Dating für mehr Bio in der öffentlichen Verpflegung: BioBitte lädt zum Dialogforum nach Berlin

Speed-Dating für mehr Bio in der öffentlichen Verpflegung: BioBitte lädt zum Dialogforum nach Berlin

Die Initiative BioBitte bringt Küchen, Beschaffung, Verwaltung und regionale Bio-Betriebe aus Berlin und Brandenburg an einen Tisch

Wie kommen mehr Bio-Produkte aus Brandenburg und der Hauptstadtregion in Berliner Schulen, Kitas, Kantinen und andere öffentliche Küchen? Und wie finden Küchen und Caterer passende Lieferbetriebe, die bio-regionale Produkte verlässlich, wirtschaftlich und in ausreichender Menge bereitstellen können?

Hier setzt das Dialogforum „Gemeinschaftsgastronomie in Berlin-Brandenburg: Bio, regional, innovativ“ am Montag, 29. Juni 2026, in Berlin an. Von 10:00 bis 16:45 Uhr bringt die Initiative BioBitte in der Heinrich-Böll-Stiftung Küchen- und Beschaffungsverantwortliche, Entscheidungstragende aus Politik und Verwaltung sowie Betriebe aus Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Logistik zusammen.

Die Hauptstadtregion nimmt beim Einsatz von Bio-Lebensmitteln in der öffentlichen Gemeinschaftsgastronomie bundesweit eine wichtige Rolle ein. Besonders die Berliner Schulverpflegung hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt: Bereits heute liegt der Bio-Anteil dort bei geschätzt 80 Prozent. Zugleich bleibt die nächste große Aufgabe, dieses hohe Niveau stärker mit regionaler Wertschöpfung zu verbinden. Denn in der Praxis sind regionale Angebote nicht immer ausreichend bekannt, Liefermengen und Küchenbedarfe müssen zusammenpassen, Preise kalkulierbar bleiben und Beschaffung sowie Vergabe rechtssicher gestaltet werden.
Mit dem Ganztagsförderungsgesetz und dem ab 2026 stufenweise eingeführten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gewinnt eine gute und verlässliche Schulverpflegung zusätzlich an Bedeutung.

Im Mittelpunkt des Dialogforums steht ein Speed-Dating-Format: Regionale Erzeugungs- und Verarbeitungsbetriebe, Bündler und Großhändler stellen sich Küchen- und Verpflegungsverantwortlichen in kurzen, strukturierten Gesprächen vor.
Ziel ist es, konkrete Bedarfe, passende Produkte und mögliche Lieferwege auszuloten – von vorverarbeitetem Bio-Gemüse und geschälten Kartoffeln über Getreide, Hülsenfrüchte, Back- und Molkereiprodukte bis hin zu innovativen Produkten für Schulverpflegung und Gemeinschaftsgastronomie.

Auch Beschaffung und Vergabe stehen im Fokus. Mit Blick auf künftige Vergaben in der Berliner Schulverpflegung bietet das Dialogforum Raum für die Frage, wie regionale Herkunft stärker berücksichtigt werden kann. Diskutiert wird unter anderem, wie das Zeichen „bio Brandenburg. Gesicherte Qualität“ als diskriminierungsfreies Zuschlagskriterium in Berliner Ausschreibungen genutzt werden kann, um regionale Bio-Wertschöpfung gezielter zu unterstützen.

Das Programm verbindet fachliche Einordnung, Marktüberblick, Praxisbeispiele und Austauschformate. Vorgestellt werden unter anderem erste Ergebnisse einer
aktuellen Marktanalyse von AMI/Ecozept zum Bio-Anteil in der Außer-Haus-Verpflegung, das Brandenburger Bio-Zeichen, die Spreewälder BioMühle als Beispiel für ein regionales Angebot, Verarbeitungsstrukturen am Beispiel geschälter Kartoffeln aus Brandenburg, Frisches BioGemüse Brandenburg sowie RoggReis/Ryce als Reisalternative aus regionalem Roggen. Ergänzend widmen sich Themengruppen dem Speed-Dating, der Produktvorstellung und Verkostung von Ryce sowie Berlin als Modellstadt für nachhaltige Beschaffung.
Eingeladen sind Akteurinnen und Akteure der gesamten Wertschöpfungskette der Außer-Haus-Verpflegung – von Erzeugung und Verarbeitung über Handel und Logistik bis hin zu Küchen, Caterern und Entscheidungstragenden aus Politik und Verwaltung. Angesprochen sind insbesondere Küchen- und Beschaffungsverantwortliche der öffentlichen Außer-Haus-Verpflegung, etwa aus Schulen, Kitas, Kantinen, Kliniken, Senioreneinrichtungen oder Behörden, außerdem Bio-Landwirtschafts- und Verarbeitungsbetriebe, Lieferbetriebe, Handelsunternehmen sowie weitere Interessierte aus Politik, Verwaltung und Praxis.
Veranstalter vor Ort ist die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e. V. für die Initiative BioBitte, in Kooperation mit der Bio-Stadt Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung.
Das ausführliche Programm finden Sie hier!

Anmeldung 
Die Teilnahme ist kostenfrei und nur mit vorheriger Anmeldung möglich.
Anmeldeschluss ist der 24. Juni 2026.
Anmeldung unter: https://forms.office.com/e/Wt6KG7AAek

Kontakt:
FÖL e. V.
Meta Stübner
E-Mail: m.stuebner@foel.de
Michael Wimmer
E-Mail: m.wimmer@foel.de
Marienstraße 19-20
10117 Berlin