Zum Feldtag am 18.8. am Gut Wilmersdorf/U. werden die aus 4-jähriger Versuchsprüfung aussichtsreichsten Herkünfte, teils aus neu aufgenommener mitteleuropäischer Züchtung, von historischen Sorten und der Testung von Genbankmaterial gezeigt.
Rispenhirse ist eine für Deutschland historisch traditionelle, wenn auch weitgehend in Vergessenheit geratene Kulturart. Gerade in Ostdeutschland, aber auch in Regionen in Süddeutschland ist Rispenhirse sowohl zum Verzehr als auch für Futterzwecke noch zur Mitte des 20.Jahrhunderts angebaut worden. Mit den erkennbaren Auswirkungen des Klimawandels werden entsprechend angepasste Fruchtarten mit geringem Wasserbedarf und für sandig-trockene Standorte geeignete Regionen wieder beachtet.
Für Speisezwecke wird im südlichen Brandenburg seit vielen Jahren Rispenhirse auf einigen Hundert Hektar kultiviert. Mit der künftig geltenden Vorgabe im ökologischen Landbau zur eigenen Futterversorgung wird der Anbau von Hirsearten aufgrund besonderer Wertigkeit und der Möglichkeit eiweißbasierte Importfuttermittel zu ersetzen, zusätzlich interessant.
Die mehrortigen Anbauversuche, die beim Feldtag vorgestellt werden, sind Teil eines Forschungsvorhabens unter Leitung von der Öko-Beratungs Gesellschaft – Fachberatung für Naturland mit den Partnern HNE Eberswalde und VERN an Standorten in Berlin und Brandenburg. Hinweise zur Produktionsweise, Ertragspotentiale, Wertigkeit der Inhaltsstoffe und Möglichkeiten weiteren Anbaus und Praxisüberführung sollen mit interessierten Besuchern diskutiert werden.
Anmeldung bitte bis 15.08.2021 unter Tel 08137/6372-900 oder E-Mail: info@naturland-beratung.de. Auskunft und Anfahrtshinweise: Rudolf Vögel unter Tel. mobil: 01577 7860409 oder E-Mail rudiv@freenet.de.
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