Pestizide in der Atemluft – doch Rainer schaut weg!
Eigentlich wollte die Politik endlich hinschauen: Erstmals sollten staatliche Stellen bundesweit messen, wie stark Pestizide unsere Atemluft belasten. Doch jetzt die Kehrtwende: Landwirtschaftsminister Alois Rainer will die geplanten Pestizid-Luftkontrollen streichen! Das können wir so nicht hinnehmen. Unterschreiben Sie jetzt unseren Protest gegen diesen fatalen Schritt?
Dabei wissen wir längst: Pestizide verbreiten sich kilometerweit über die Luft – bis in Schutzgebiete, auf Bio-Felder, in Wohnsiedlungen, auf Spielplätze und in private Gärten. Bereits 138 verschiedene Pestizidwirkstoffe und Abbauprodukte konnten wir in der Luft nachweisen. Und trotzdem sollen ausgerechnet die Luftkontrollen gestrichen werden, die endlich systematisch erfassen würden, was wir täglich einatmen.
Es wird immer deutlicher: Alois Rainer will die Pestizid-Problematik nicht lösen, sondern unsichtbar machen. Denn die Streichung der Luftkontrollen ist kein Einzelfall. Seit seinem Amtsantritt spielt der Landwirtschaftsminister die Risiken von Pestiziden herunter, ignoriert Warnungen aus Wissenschaft und Umweltschutz und stellt Schutzstandards als unnötige „Bürokratie“ dar. Sogar das Wort „Pestizide“ wurde in seinem Ministerium kurzerhand verbannt. Doch die Gefahr verschwindet nicht, nur weil man sie ignoriert oder ihr einen harmloseren Namen gibt.
Besonders bitter: Das Problem war politisch längst angekommen. Das zuständige Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hatte auf unseren Anstoß hin bereits Vorstudien für ein bundesweites Pestizid-Luftmonitoring auf den Weg gebracht. Doch unter Rainer wird jetzt offenbar lieber geschwiegen, weggeschaut und gestrichen – auf Kosten von Umwelt und Gesundheit. Unsere Anfragen an Ministerium und BVL bleiben unbeantwortet oder werden ausweichend beantwortet.
Wer nicht misst, kann weiter behaupten, von nichts zu wissen. Aber noch können wir Druck machen. Wenn jetzt Tausende Menschen protestieren, kann die Bundesregierung diese Entscheidung nicht einfach still und heimlich durchziehen.