Je näher, desto besser: Umfrage verzeichnet Zuwachs bei Regionalkäufen

Je näher, desto besser: Umfrage verzeichnet Zuwachs bei Regionalkäufen

Eine aktuelle Umfrage ergab, dass zu Zeiten der Pandemie die Kunden der Bio Company sogar noch etwas stärker zu regionaler Ware greifen.

Dabei zeichnet die Bio-Supermarktkette aus, dass sie ihre Lieferanten persönlich kennt. Die Ware im Regal lässt sich daher auch konsequent zurückverfolgen. Eine breit angelegte Kampagne soll die Nähe zu den Bauern und Lieferanten jetzt nochmal unterstreichen. „Umwelt und Nachhaltigkeit sind gerade in diesen Zeiten besonders wichtig. Eine Krise birgt auch die Chance, noch genauer hinzuschauen, woher die gekauften Biowaren kommen. Regionalität ist gelebter Umweltschutz. Dies wollen wir transportieren“, erläutert Geschäftsführer Georg Kaiser.

Umfrage: Umweltschutz Hauptgrund für Regionalkauf
Eine in repräsentativen Filialen erhobene Umfrage ergab jetzt, dass 13 Prozent der Bio-Company-Kunden noch stärker regional einkaufen als vor der Krise – davon 33 Prozent sogar „deutlich mehr“, also über 30 Prozent. Dabei haben 82 Prozent der Befragten schon vor der Corona-Krise überwiegend regional eingekauft. Für 47 Prozent der Kunden der Bio Company ist der Einkauf regionaler Ware „sehr wichtig“ ist und für weitere 35 Prozent „wichtig“.

17 Prozent der Kunden stuften diese als „eher wichtig“ ein. „Die Umwelt durch kurze Lieferwege zu schonen“ ist für 28 Prozent der Bio-Company-Kunden der Hauptgrund, regionale Waren zu kaufen. „Kleine und mittlere Betriebe fördern, um Monokulturen oder Massentierhaltung zu vermeiden“ ist mit 22 Prozent der zweitwichtigste Grund. Dem folgte der Wunsch, die „regionale Wirtschaft zu unterstützen“ mit 17 Prozent.

„Transparente Lieferketten und Wissen, wo die Lebensmittel herkommen“ gaben 14 Prozent der Befragten an. Für 11 Prozent waren „Frische und Nährstofferhalt der Lebensmittel“ wichtig und für 8 Prozent „heimische Sorten zu fördern“. Dabei sind die am häufigsten gekauften Warengruppen Obst und Gemüse (34 Prozent), gefolgt von Eiern und Molkereiprodukten (26 Prozent) sowie Brot und Backwaren (20 Prozent). Fleisch und Wurstwaren gaben 13 Prozent an. Befragt wurden 245 Kunden in fünf Filialen im Berliner Innenstadtraum.

Regionalitätskampagne „Je näher, desto besser“
Ab 5. November startet die Bio Company eine breit angelegte Kommunikationskampagne, die ihr Regionalkonzept auf den Punkt bringt: Je näher, desto besser. Sie umfasst Außenwerbung mit Großflächenplakaten, Printanzeigen, Hörfunk-Spots sowie vielfältige Social-Media- und Online-Aktivitäten, zudem Point-of-Sale-Maßnahmen, besonders ist hier auch ein neu eingeführtes Kassenband. Die Kampagne läuft zwei Wochen an den Standorten Berlin, Brandenburg, Hamburg und Dresden.

Regionalitätsprinzip bereits ausgezeichnet
Die Bio Company bezieht ihre Waren nach einem Grundprinzip: So nah und regional wie möglich. Dies gilt für alle Standorte. Zunächst wird ermittelt, ob es Lieferanten für bestimmte Warengruppen im lokalen Umfeld oder der Region gibt. Ist dies nicht der Fall, wird zunächst in angrenzende Bundesländer geschaut. So setzt es sich fort: Näher gelegene Bundesländer vor entfernteren Bundesländern, deutsche Bundesländer vor europäischen Nachbarstaaten, angrenzende Nachbarstaaten vor anderen europäischen Staaten, europäische Ware vor solcher, die beispielsweise aus Übersee oder nicht-europäischen Ländern stammt.

Die Bio Company erhielt für ihr Konzept „Tief verwurzelt in der Region“, bereits den „Regionalstar 2018“ in der Kategorie „Präsentation – Praktische Umsetzung eines Regionalkonzepts im Supermarkt“ (1. Platz) von der Zeitschrift Lebensmittelpraxis und der Internationalen Grünen Woche Berlin.

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