„Green by Design“ kehrt zurück: EU erleichtert Bio-Betrieben die GAP-Auflagen

„Green by Design“ kehrt zurück: EU erleichtert Bio-Betrieben die GAP-Auflagen

Die Europäische Union hat diese Woche im Trilog zwischen Kommission, Rat und Parlament eine wichtige Entscheidung getroffen: Ab 2026 sollen Bio-Betriebe bei der Erfüllung einiger GLÖZ-Standards im Rahmen der GAP-Konditionalität (GLÖZ 1, 3, 4, 5, 6, 7) wieder automatisch anerkannt werden. Damit gilt endlich wieder: Bio ist „Green by Design“.

Das nun beschlossene GAP-Vereinfachungspaket, das Agrarkommissar Christopher Hansen angestoßen hatte, zeigt, wie gezielter Bürokratieabbau gelingen kann. Bio-Betriebe, die ihre Umweltleistungen jährlich in der Bio-Kontrolle nachweisen, dürfen nicht durch Doppelprüfungen ausgebremst werden. Deshalb fordert Demeter die Bundesregierung auf, die EU-Entscheidung zügig umzusetzen. Dabei ist wichtig, dass die Erleichterung an die vollständige Umstellung des Betriebes auf Bio geknüpft wird, denn nur so greift der ganzheitliche Bio-Ansatz, der “Green by Design” zugrunde liegt.

Jörg Hütter, Leiter des Bereichs Politik bei Demeter, sagt dazu: „Demeter begrüßt die Entscheidung und das klare Bekenntnis der EU zur ökologischen Landwirtschaft. Jetzt liegt es an Deutschland, die Vorgaben schnell und konsequent umzusetzen. Bio-Betriebe müssen dieses starke Signal nun möglichst schnell spüren, dass die EU durch ihre Einigung diese Woche gesendet hat. Diese Vereinfachung ist nicht nur ein Schritt hin zu weniger Bürokratie, sondern auch ein wichtiges Zeichen für die Zukunftsfähigkeit der ökologischen Landwirtschaft in Europa.“

Hintergrund:
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU läuft in der aktuellen Förderperiode von 2023 bis 2027. Neben flächengebundenen Direktzahlungen stehen Umwelt- und Klimaschutz, Biodiversität und die Entwicklung ländlicher Räume im Fokus. Zentrale Instrumente sind die an GLÖZ-Standards („guter landwirtschaftlicher und ökologischer Zustand“) geknüpften Direktzahlungen sowie Öko-Regelungen für zusätzliche Umweltleistungen. Die Umsetzung erfolgt über nationale Strategiepläne der Mitgliedstaaten.

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