Für mehr Ökolandbau! Biokreis begrüßt Regelung zur Umstellungsware in der neuen EU-Öko-Verordnung

Für mehr Ökolandbau! Biokreis begrüßt Regelung zur Umstellungsware in der neuen EU-Öko-Verordnung

Die Vermarktung von Umstellungsware ist ein wichtiger wirtschaftlicher Anreiz für neue Bio-Bauern und -Bäuerinnen. Der Biokreis begrüßt daher, dass auch nach neuer EU-Öko-Verordnung die Verwendung von Umstellungsware in Bio-Futter zulässig ist.

Ökolandbau soll in Deutschland weiterhin wachsen. Das ist nicht nur das erklärte Ziel des ökologischen Anbauverbands Biokreis und der gesamten Bio-Branche, sondern auch das der deutschen Bundesregierung. Sie hat mit der „Zukunftsstrategie ökologischer Landbau“ für Deutschland eine Zielmarke von 20 Prozent Ökolandbau bis 2030 gesetzt. In der Farm-to-Fork-Strategie wird auf EU-Ebene sogar ein Ziel von 25 Prozent formuliert.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen all die Landwirte maßgeblich unterstützt werden, die ihren Hof auf Ökolandbau umstellen möchten. Deshalb ist nicht nur eine Umstellungsprämie in angemessener Höhe für werdende Ökolandwirte ein wichtiger und unerlässlicher Anreiz, denn nur so können sie die mit der Umstellung verbundenen Mehrkosten decken. Auch gute Perspektiven für die Vermarktung ihrer landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die erst nach zwei Jahren als Bio-Ware verkauft werden dürfen, sind für Landwirte Ansporn zur Umstellung auf ökologischen Anbau.

Deshalb begrüßt der Biokreis ausdrücklich die Entscheidung der EU-Kommission, auch mit der neuen EU-Öko-Verordnung den Einsatz von Umstellungsware in Bio-Futtermitteln zu ermöglichen. „Der Einsatz von U-Ware in Bio-Futtermitteln ist ein wichtiger Absatzweg für neue Bio-Bauern“, erklärt Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer. „Müssten sie ihre Ware konventionell vermarkten, könnten viele nicht kostendeckend wirtschaften.“

Zwar verringert sich der zugelassene Anteil von Umstellungsware von bisher 30 Prozent auf zukünftig 25 Prozent, doch die Vermarktungswege bleiben im Wesentlichen bestehen, und das ist entscheidend. Auch Landwirte, die betriebseigenes Futter aus der Umstellung verwenden wollen, dürfen das weiterhin zu 100 Prozent tun.

Vom Ökolandbau profitiert die gesamte Gesellschaft: Das Grundwasser wird durch den Ökolandbau weniger belastet, auf Bio-Äckern ist die Artenvielfalt höher und die Tiere gewinnen durch mehr Platz im Stall erheblich an Lebensqualität. Deshalb ist der Ökolandbau ein entscheidender Baustein auf dem Weg in eine nachhaltige Zukunft.

Kontakt
Biokreis e.V.
Dr. Stephanie Lehmann – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stelzlhof 1
94034 Passau
Tel.: 0851 75650-17
E-Mail: lehmann@biokreis.de
www.biokreis.de