Forderung nach Aufstallung von Schweinen aufgrund Afrikanischer Schweinepest: Der Umbau der Tierhaltung kann nur funktionieren, wenn die Haltung mit Auslauf gesichert ist

Forderung nach Aufstallung von Schweinen aufgrund Afrikanischer Schweinepest: Der Umbau der Tierhaltung kann nur funktionieren, wenn die Haltung mit Auslauf gesichert ist

Die Diskussionen um den Umbau der Tierhaltung begleitet in einigen Teilen Deutschlands auch die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Peter Röhrig, Geschäftsführer des Bund Ökologisch Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), kommentiert:

„Eine bessere Schweinhaltung in Angriff zu nehmen, wie sie jetzt breit diskutiert wird, macht aber nur Sinn, wenn durch einen unbedachten Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest diese Bemühungen nicht konterkariert werden. Wenn jetzt Politik und Berufsstand Betriebe mit Auslaufhaltung zwingen wollen, ihre Tiere in den Stall zu sperren, müssen Bio-Betriebe und andere Tierhalter, die ihren Tieren Zugang zum Außenklima geben, ihre Tierhaltung beenden. Denn für sie ist weder wirtschaftlich, noch in der Regel technisch eine solche „Aufstallung“ möglich.

Und damit würden auch alle konventionellen Betriebe abgeschreckt, die bereit sind, nach dem Borchert-Konzept in Tierwohl-Ställe zu investieren. Denn wer bei jedem neuen Seuchenereignis seine Existenz aufs Spiel gesetzt sieht, wird ein solches Wagnis nicht eingehen. Wir fordern Bund und Länder deshalb auf, mit der Wissenschaft Bio-Sicherheitskonzepte für die Haltungen mit Auslauf zu entwickeln, anstatt es sich mit Aufstallungsgeboten leicht zu machen.“

Kontakt
Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) e.V.
Joyce Moewius – Pressesprecherin
Marienstraße 19-20
10117 Berlin
Tel.: 030 28482-307
E-Mail: presse@boelw.de
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