Die Königin der Nüsse: Heimische Walnüsse gesucht

Die Königin der Nüsse: Heimische Walnüsse gesucht

Der große Walnussbaum auf dem Hof oder am Dorfrand ist für viele eine Kindheitserinnerung. Die üppige Ernte im Herbst aufzusammeln, lohnt sich doppelt – nicht nur für die Lagerung und den Eigenverbrauch, sondern weil Gartennüsse und wildgesammelte Früchte an verschiedenen Stellen angekauft werden.

In Brandenburg ist die Walnussmeisterei Böllersen in Herzberg (Mark), Landkreis Ostprignitz-Ruppin, so eine Anlaufstelle. Hier können über den Winter an jedem ersten Freitag im Monat zwischen 14 und 18 Uhr Walnüsse angeliefert werden, die Mindestmenge beträgt zehn Kilo. Je nach Qualität und Größe kauft die Walnussmeisterei die Früchte für ein bis drei Euro pro Kilo an – sortenreine oder bio-zertifizierte Nüsse erzielen einen noch höheren Preis. Neben dem Verkauf der losen und geknackten Walnüsse im Hofladen sowie Online-Shop werden aus der angekauften Ware in der eigenen Manufaktur Öl, Mus, Mehl oder andere Leckereien gezaubert, zum Beispiel die beliebten Gebrannten Walnüsse.

Walnüsse korrekt lagern und trocknen
Bis zum ersten Ankauftag am 6. November sollten die gesammelten Walnüsse gereinigt (wenn nötig mit Wasser), verlesen, vorgetrocknet und luftig gelagert werden, um Schimmel zu vermeiden. Getrocknet wird am besten einlagig auf Sieben, Gittern oder in luftdurchlässigen (Bäcker-)Kisten. Zusätzlich sollten die Nüsse in den ersten Wochen regelmäßig bewegt und gedreht werden. Für die anschließende Lagerung bieten sich neben den benannten Kisten auch dünne, luftige Säcke an.

Weitere Tipps zum Waschen, Trocknen und Lagern finden sich auf der Webseite der Walnussmeisterei Böllersen. Wer die gesammelten Nüsse lieber selbst verwerten möchte, kann bei Böllersens auch im Lohn knacken lassen und bekommt danach die eigenen Kerne zurück. Ebenfalls möglich ist es, im Gegenwert der gelieferten Nüsse Walnussöl, eine Baumschnittberatung oder andere Naturalien zu bekommen. Gefördert wird der Aufruf zur Sammlung und Verwertung der heimischen Nüsse vom Land Brandenburg und kofinanziert von der EU.

Während sich Walnüsse aufgrund ihres Geschmacks und ihrer gesundheitlichen Vorteile hoher Beliebtheit erfreuen, gibt es nur wenig professionellen Anbau in Deutschland. Ein Weg, den Bedarf zu decken, ist die bessere Nutzung des heimischen Baumbestandes, der oft auf Privat- und Gemeindegrundstücken steht.

Im Rahmen des Projekts „WalnussWert“, das im Juli 2026 gestartet ist, möchte die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. zusammen mit der Walnussmeisterei Böllersen eine Übersicht schaffen, wo Walnussbäume in Brandenburg stehen, und baut ein Netzwerk auf, um diese zu sammeln und zu verarbeiten. Wer Bäume hat oder sich für die Verarbeitung und den Anbau von Walnüssen interessiert, ist eingeladen mitzumachen. Mehr Informationen zum Projekt finden sich unter https://walnusswert.de.

Die geplanten Ankauftage (jeweils freitags von 14 bis 18 Uhr) bei der Walnussmeisterei Böllersen im Überblick:

  • 6. November 2026
  • 4. Dezember 2026
  • 8. Januar 2027
  • 5. Februar 2027

Bei Fragen zum Walnussankauf:
Vivian Böllersen – Walnussmeisterei Böllersen
Im Eichholz 32c
16835 Herzberg (Mark)
Tel.: 033926 729993
E-Mail: info@walnussmeisterei.de
https://walnussmeisterei.de

Bei Fragen zum Projekt und Netzwerk:
Tobias Schulz – FÖL e.V.
Tel.: 0177 4579145
E-Mail: t.schulz@foel.de
https://www.foel.de

Bildmaterial zur freien Verwendung (Copyright: Vivian Böllersen):

Das Projekt WalnussWert wird im Rahmen der Richtlinie des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MLEUV) über die Gewährung von Zuwendungen für die Förderung von Netzwerken, Kooperationen und regionaler Wertschöpfungsketten gefördert.

Kontakt
Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V.
Marienstr. 19-20
10117 Berlin
E-Mail: info@foel.de
Verein: www.foel.de
Bio erleben: www.bio-berlin-brandenburg.de
Instagram: @bioberlinbrandenburg