Demeter-Delegiertenversammlung 2026: „Umbruch & Aufbruch“
Demeter-Delegiertenversammlung 2026: „Umbruch & Aufbruch“
- Datum 16. April 2026
- Kategorie Branchen-News
Demeter tritt der Bio-Allianz zum jetzigen Zeitpunkt nicht bei
Die Delegierten des Demeter-Gesamtverbands kamen am 14. und 15. April 2026 in Oberursel zur Delegiertenversammlung zusammen. Im Mittelpunkt standen die Arbeit an der Demeter-Richtlinie sowie zentrale Weichenstellungen für die kommenden Jahre. Der Demeter-Entwicklungsbericht 2025/26 mit dem Titel „Umbruch & Aufbruch“ gab dabei einen Blick auf die Verbandsarbeit auf Bundes- und Regionalebene.
In Oberursel beschäftigten sich die Delegierten mit der Weiterentwicklung der Demeter-Richtlinie und der strategischen Ausrichtung des Demeter e.V. Die Delegiertenversammlung ist das höchste Entscheidungsgremium des Demeter-Verbands und vereint gewählte Vertreter:innen aus Erzeugung, Verarbeitung, Handel, Forschung und Entwicklung sowie der Verbraucherschaft.
Aufsichtsratsmitglieder wurden nachgewählt
Die Delegierten haben im Rahmen der Versammlung unter anderem personelle Ergänzungen im Aufsichtsrat vorgenommen. Für die laufende Amtsperiode bis 2027 wählten sie mit Anja Frey (Demeter Baden-Württemberg), Dominik Spegel (Fachgruppe Erzeuger) sowie Sebastian Huber und Sebastian Bühler (Fachgruppe Verarbeiter) vier weitere Mitglieder in das Gremium, die zusätzliche fachliche Expertise und Perspektiven aus der Praxis einbringen. Meinhard Rediske (Fachgruppe Verarbeiter) schied auf eigenen Wunsch aus dem Aufsichtsrat aus. Ute Rönnebeck dankte ihm sowie den bereits im September ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern Tankred Kauf und Rolf Holzapfel ausdrücklich für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz für die Demeter-Gemeinschaft.
Demeter tritt der Bio-Allianz zum jetzigen Zeitpunkt nicht bei
Nach einem intensiven, von großer Offenheit und fachlicher Tiefe geprägten Diskussionsprozess hat die Delegiertenversammlung des Demeter e. V. entschieden, einen Beitritt zur Bio‑Allianz e. V. zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiterzuverfolgen. „Gleichzeitig bekräftigen wir ausdrücklich unser Interesse an einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit in zentralen Zukunftsthemen der ökologischen Land- und Lebensmittelwirtschaft. Insbesondere im Bereich der Qualitäts- und Herkunftssicherung sehen wir weiterhin großes Potenzial für gemeinsame Initiativen und möchten den Dialog mit anderen Bioverbänden aktiv fortführen“, so Demeter-Vorständin Ute Rönnebeck.
Impuls aus der Forschung
Mit seinem Impulsvortrag zur „Stärkung der Resilienz von Boden und Pflanzen in der biodynamischen Landwirtschaft“ begeisterte Dr. Jürgen Fritz, Koordinator für Biologisch-Dynamische Landwirtschaft am Fachgebiet Ökologischer Land- und Pflanzenbau an der Uni Kassel, Standort Witzenhausen, die Delegierten. Er zeigte anhand von Studien, wie biodynamische Präparate die Widerstandskraft von Böden und Kulturen angesichts des Klimawandels stärken können. Sie wirken wie eine gezielte „Beimpfung“ des Bodens, fördern das Mikrobiom und steigern nützliche Mikroorganismen. So können sie die Bildung von Antioxidantien anregen und die Stresstoleranz von Pflanzen – wie der Weinrebe – verbessern. Langzeitversuche zeigen zudem: Biodynamisch bewirtschaftete Böden bauen Humus auf, sind strukturstabiler und reagieren bei Wetterextremen deutlich robuster – bei gleichzeitig geringeren Emissionen.
Umbruch & Aufbruch – Demeter-Entwicklungsbericht 2025/2026
Mit dem zur Delegiertenversammlung veröffentlichten Demeter-Entwicklungsbericht 2025/2026 gibt der Demeter e. V. einen klar strukturierten Einblick in aktuelle Schwerpunkte und die strategische Weiterentwicklung des Verbandes. Im Mittelpunkt stehen die konsequente Ausrichtung auf die Ziele der Strategie Demeter 2030 sowie die aktive Gestaltung von Zukunftsthemen – unter anderem durch Initiativen wie ‚Junges Demeter‘. Die Doppelspitze mit Nancy Schacht und Ute Rönnebeck treibt diesen Prozess mit Fokus auf Stabilität, Profilstärkung und Zukunftsfähigkeit voran. Zugleich unterstreicht der Bericht die kontinuierliche fachliche und politische Arbeit des Verbandes, etwa im Einsatz für klare Rahmenbedingungen im Umgang mit neuen gentechnischen Verfahren, sowie die breite Aktivität in den fünf Demeter-Regionen und zentralen Handlungsfeldern wie Forschung, Bildung, Beratung, Marketing und ökologischer Tierzucht.
Kontakt
Demeter e.V.
Susanne Kiebler – Pressesprecherin
Neckarstraße 19
12053 Berlin
Mobil: 0160 94955586
E-Mail: susanne.kiebler@demeter.de
www.demeter.de