Bio-Tour: Land- und Ernährungswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt besucht acht Bio-Betriebe

Bio-Tour: Land- und Ernährungswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt besucht acht Bio-Betriebe

Mittelstädt: „Wir wollen regionale Wertschöpfungsketten stärken“ – Erlebnisportal zeigt Bio-Vielfalt der Region

Land- und Ernährungswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt besucht an diesem Donnerstag und Freitag (28. und 29. Mai) im Rahmen einer Bio-Tour acht Bio-Betriebe im Südosten Brandenburgs. Organisiert wurde die Tour vom „Agrarpolitischen Arbeitskreis des Ökologischen Landbaus Brandenburg“. Begleitet wird die Ministerin unter anderem von Vertreterinnen und Vertretern der Anbauverbände Demeter im Osten, Bioland, Naturland und Biopark. Die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg versteht sich als Brücke zwischen Stadt und Land, um Verbraucherinnen und Verbraucher rund um das Thema „Bio“ zu informieren.

Land- und Ernährungswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt erklärt:
„Die Entwicklung zeigt deutlich: Bio ist längst kein Nischenmarkt mehr, sondern ein echter Wachstumsmotor der Land- und Ernährungswirtschaft. Die steigende Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln ist eine große Chance für unsere landwirtschaftlichen Betriebe in Brandenburg. Die Bio-Tour macht sichtbar, mit wie viel Engagement, Innovationskraft und regionaler Verantwortung die Betriebe hier in Brandenburg arbeiten. Brandenburg verfügt über starke Bio-Betriebe mit hoher Kompetenz und regionaler Verwurzelung. Unser gemeinsames Ziel ist es, die regionalen Wertschöpfungsketten zu stärken.“

Sascha Philipp, Sprecher des Agrarpolitischen Arbeitskreises, sagt:
„Wir freuen uns, Ministerin Mittelstädt mit dieser Tour die Diversität unserer Mitgliedsbetriebe zu zeigen, aber auch das enge Zusammenwirken mit unseren Verarbeitungsunternehmen in Berlin und Brandenburg sowie dem Handel.“

Die Bio-Tour führt Ministerin Hanka Mittelstädt durch die Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße sowie in die kreisfreie Stadt Cottbus. Auf dem Programm stehen am Donnerstag (28. Mai) Besuche der Gläserne Molkerei in Münchehofe, von Gut Kienberg in Golßen, des Biohofs Schöneiche KG in Steinreich sowie von Gut Ogrosen in Vetschau. Am Freitag (29. Mai) besucht die Ministerin zunächst die Bio-Betriebe Bio-Landhof Babow, Spreewälder Biomühle und Biohof Auguste in Kolkwitz, bevor die Tour beim Bioladen Schömmel in Cottbus endet.

Die Gläserne Molkerei in Münchehofe liegt im Naturpark Dahme-Heideseen. Der Bio-Molkereibetrieb produziert verschiedene Bio-Molkereierzeugnisse wie Milch, Butter, Buttermilch, Joghurt und Käse und betreibt einen Hofladen mit regionalen Bio-Lebensmitteln und Produkten aus dem Spreewald. Zudem bietet die Molkerei Führungen an und ist ein touristischer Anlaufpunkt in der Region.

Schwerpunkt vom Bio-Landhof Babow der Familie Gullasch, der im Biosphärenreservat Spreewald liegt, ist der Anbau von Sonderkulturen, insbesondere Bio-Rispenhirse. Darüber hinaus werden unter anderem Dinkel, Roggen, Gerste, Sonnenblumen und Mais erzeugt. Ergänzt wird der Betrieb durch die ökologische Aufzucht von Gänsen und Enten in Weidehaltung mit hofeigenem Futter. Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse werden vor Ort gelagert und aufbereitet sowie an regionale Verarbeitungsbetriebe im Spreewald geliefert. Auf dem Hof lebt und arbeitet man inzwischen in sechster Generation. Bereits seit den neunziger Jahren betreibt der Familienbetrieb den ökologischen Ackerbau.

Hintergrund
Das Erlebnisportal bio-berlin-brandenburg.de der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V. lädt ein, die Bio-Vielfalt der Region zu entdecken. Die Rubrik „Bio-Adressen“ empfiehlt beispielsweise direktvermarktende Betriebe für Bio-Fleisch, Bio-Hofläden und Solidarische Landwirtschaften. Der Bereich „Bio-Termine“ listet Veranstaltungen für Groß und Klein auf, wie Hoffeste, Workshops und Selbsternten.

Im Agrarpolitische Arbeitskreis ökologischer Landbau Brandenburg arbeiten die Anbauverbände Bioland, Biopark, Biokreis, Demeter, Naturland und Verbund Ökohöfe sowie die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg seit vielen Jahren zusammen und vertreten die Interessen entlang der ökologischen Wertschöpfungskette gemeinsam gegenüber der Politik.