Beim Hofbesuch von Die Gemeinschaft e.V. öffnet 1A Gemüse östlich von Berlin seine Gartentore. Der Name ist Programm. Denn 1A Gemüse findet man bei Anja und Thomas Friebel in ihrem Market Garden (also intensiven, vielfältigen Gemüsebau auf engem Raum). Dort setzen sie auf biointensive, ökologische und regenerative Methoden. Als Mitglied im Saatgut-Erhalter-Netzwerk ziehen sie auch ihre Jungpflanzen aus samenfestem Bio- und Demeter-Saatgut. Darunter auch alte Gemüsesorten, die auf der Roten Liste stehen. Die Motivation dahinter: Vielfalt auf dem Feld heißt Vielfalt auf dem Teller.
Im Fokus des Hofbesuchs steht dieses Mal ein Königsgemüse, der Spargel. Genauer gesagt: folienfrei angebauter Spargel. Ein Produkt, das wie kaum ein anderes für Saisonalität und einzigartigen Geschmack, aber auch für steigenden Druck auf Preise, harte und ausbeuterische Arbeitsbedingungen, Wasserverfügbarkeit, Bodengesundheit, Sortenwahl und den Umgang mit Klimaschwankungen steht. Wie kann Spargelanbau wirtschaftlich funktionieren, ohne auf Dumpinglöhne angewiesen zu sein? Was bedeutet echte Saisonalität und wie lässt sie sich in Gastronomie und Vermarktung behaupten? Wie wächst Spargel auf Brandenburger Böden gut? Und: Wie kommuniziert man den Wert dieses Produkts so, dass Gäste ihn verstehen und mittragen?
Eingeladen sind Personen, die in der Küche oder Service, im Lebensmittelhandwerk oder selbst in der Landwirtschaft arbeiten.