Bäckereien, Metzgereien, Käsereien und Co. prägen die Esskultur einer Region. Sie bilden Fachkräfte aus, halten Wertschöpfung vor Ort und stellen Produkte her, die sich schmecken lassen und nicht überall gleich schmecken. Wirtschaftlich stehen viele dieser Betriebe unter Druck, ihre Zahl geht seit Jahren zurück. Verloren gehen damit Verarbeitungswissen, regionale Spezialitäten und ein Stück Tradition. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Initiativen und Beispiele, dass Politik, Kommunen und öffentliche Einrichtungen dazu beitragen können, Lebensmittelhandwerk zu erhalten und zu stärken.
Der Kantine-Zukunft-Talk widmet sich dem Thema von zwei Seiten.
Erstens die Betriebe: Was braucht Lebensmittelhandwerk, um in einer Stadt wie Berlin zu bestehen? Welche Rahmenbedingungen helfen, welche behindern?
Zweitens die Küchen: Lebensmittelhandwerk endet nicht am Werkstatttor. Auch in Großküchen und Kantinen wird täglich verarbeitet, fermentiert, gebacken, ein- oder frisch gekocht. Je mehr handwerkliche Kompetenz dort vorhanden ist, desto größer sind die Spielräume bei der Arbeit mit frischen Rohstoffen und desto unabhängiger werden Küchen von hoch verarbeiteten Produkten. Welche Rolle kann die Gemeinschaftsgastronomie dabei spielen, handwerkliche Kompetenzen zu erhalten und weiterzuentwickeln?
Internationale Impulse und eine Podiumsdiskussion werfen einen Blick auf erfolgreiche Ansätze aus anderen Städten und Ländern. Unter anderem mit Speaker*innen aus Kopenhagen, Freiburg und Berlin.
Gemeinsam diskutieren wir, wie Lebensmittelhandwerk gestärkt werden kann, welche Verantwortung öffentliche Einrichtungen dabei tragen und was Produzent*innen und Küchen voneinander lernen können.
Anmeldung
Ab ca. 16 Uhr werden mehrere Rundgänge durch die Halle und ausgewählte Produktionsbetriebe angeboten. Die Anmeldung zum Talk ist ab sofort möglich. Für die Rundgänge ist eine separate Anmeldung erforderlich. Die Plätze hierfür sind begrenzt.