Die Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg richtet sich an Landwirtinnen, Landwirte und Interessierte aus der Region bzw. aus Brandenburg. Zunächst vermittelt der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft e.V. (DeFAF) die Grundlagen der Agroforstwirtschaft. Anschließend besuchen die Teilnehmenden im Rahmen einer Exkursion die Agroforstanlage des Hofs Düpow.
Hintergrund
Die klimawandelbedingte Trockenheit in Brandenburg stellt eine enorme Herausforderung für die Landwirtinnen und Landwirte und den Wasserhaushalt des Landes dar, dessen Grundwasserspiegel seit den 1970er-Jahren kontinuierlich sinken. Prognosen zur Wetterlage sind kaum möglich, langanhaltende Trockenheit wechselt sich mit gelegentlichem Starkregen ab. Eine Möglichkeit zur Anpassung der eigenen Anbaumethoden ist der Umstieg auf Agroforstsysteme.
Dass diese erfolgversprechend sind, zeigt eine Studie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU): Beim Versuch lag der Ernteertrag im Wintergetreide beim Agroforstsystem um 16 Prozent höher als auf der strukturfreien Ackerfläche – und das bei 17 Prozent Flächenverbrauch für die Gehölze. Das heißt: der Getreideertrag war ungefähr gleich hoch wie vorher.
Über die Getreideernte hinaus hat die Landwirtin/der Landwirt jedoch den Ertrag der Gehölze, die zu Hackschnitzel verarbeitet wurden, und aus denen man Energie gewinnen kann. Eine Umstellung auf Agroforst kann den landwirtschaftlichen Betrieben somit unmittelbar ökonomisch einen Vorteil bringen. Dabei ist Agroforstwirtschaft sehr vielfältig, es gibt viele individuelle Möglichkeiten. Jeder Betrieb muss für sich herausfinden, was passt.
Teilnahmegebühr und Anmeldung
Die Teilnahme ist kostenfrei. Um eine Anmeldung, die online möglich ist, wird gebeten.