In der Prignitz sind die Abflussmengen von Löcknitz, Stepenitz und Karthane in den vergangenen 50 Jahren um rund 40 Prozent zurückgegangen. Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2025 führt diese Entwicklung vor allem auf eine abnehmende Grundwasserneubildung (GWR) zurück. Dies gefährdet sowohl die natürlichen Ökosysteme als auch die Wasserversorgung. Als Ursachen werden unter anderem die höhere Verdunstung und der erhöhte Wasserverbrauch durch ein stärkeres vegetatives Wachstum vermutet.
Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg hat den Autoren der Studie, Maik Heistermann vom Institut für Umweltwissenschaften und Geographie der Universität Potsdam, für eine Veranstaltung in die Prignitz eingeladen. Dort werden die Ergebnisse der Untersuchung vorgestellt und gemeinsam mit regionalen Akteuren, konkret Vertretern des Wasser- und Bodenverbands, der Unteren Wasserbehörde und der Landwirtschaft, diskutiert.
Auf dem Podium:
Frank Schröder, Wasser- und Bodenverband Prignitz
Christine Streese, Kreisbauernverband Prignitz e.V.
Ein Vertreter der Unteren Wasserbehörde Landkreis Prignitz
Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, der Landwirtschaft und an interessierte Bürgerinnen und Bürger der Region. Die Teilnahme ist kostenlos.