Abschlussveranstaltung Projekt BioVerarbeitungStark
Die Lebensmittelverarbeitung bildet die Schnittstelle zwischen landwirtschaftlicher Produktion und Handel. Nur mithilfe einer vielfältigen und dezentralen Bio-Verarbeitung wird aus Getreide hochwertiges Bio-Brot, kann Bio-Milch zu Käse, Joghurt und Quark und Bio-Gemüse zu leckeren Aufstrichen, Saucen und Suppen verarbeitet werden. Eine passende Verarbeiterlandschaft ist somit eine der wichtigsten Stellschrauben für den geplanten Ausbau des Ökolandbaus in Deutschland und erfüllt gleichzeitig wichtige Funktionen zur Nahversorgung und Stärkung ländlicher Räume.
Der Bedarf an mittelständisch und vielfältig strukturierten Verarbeitungsbetrieben steht jedoch in starkem Kontrast zum seit Jahrzehnten rasch voranschreitenden Strukturwandel in der Lebensmittelverarbeitung. So sinkt die Zahl der kleinen und mittelständischen Unternehmen rasant, gleichzeitig lässt sich ein starker Konzentrationsprozess auf einzelne, große Akteure beobachten. Diese industriell wirtschaftenden Akteure sind jedoch oft nicht in der Lage, die durch wechselnde Fruchtfolgen anfallenden vielfältigen Rohstoffe aus der ökologischen Landwirtschaft aufzunehmen und wertschöpfend weiterzuverarbeiten.
Das Projekt BioVerarbeitungStark hat sich mit den aktuellen Herausforderungen der mittelständischen Bio-Verarbeitung und möglichen politischen Maßnahmen zur Förderung und Entlastung der Unternehmen beschäftigt. Im Rahmen der Veranstaltung werden die gewonnenen Ergebnisse des Projekts präsentiert und mit relevanten Entscheider:innen aus Politik und Wissenschaft diskutiert.
Mit dabei sind:
Alexander Engelhard MdB, Berichterstatter Ökolandbau der CDU/CSU -Bundestagsfraktion und Bio-Müller
Tina Andres, Vorstandsvorsitzende des BÖLW
Prof. Dr. Arnim Wiek, Universität Freiburg
Friedhelm von Mering und Carola Krieger, BioVerarbeitungStark
Die Anmeldung für die digitale Veranstaltung ist bis zum 08.12.2025 online möglich.