Bei der Veranstaltung des Vereins zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen (VERN), die sowohl im Naturparkzentrum als auch online stattfindet, stehen besondere und aktuelle Aspekte einer vielfältigen Kulturpflanzenarbeit in drei Themenblöcken zur Diskussion:
Block I behandelt Neuregelungen des Saatgutrechts der EU, die sich im Spannungsfeld zwischen „Farmers rights“ und „Breeder rights“ abzeichnen. Weiterhin werden die gemeinsame Sortenerhaltung und selbstverantwortete Vermarktung von Landwirtinnen und Landwirten angesprochen. Thema ist auch der Zugang zu öffentlich finanzierten Pflanzensammlungen, besonders Genbanken, da er für den Austausch zwischen ex-situ und on-farm-Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen und historischem Kulturpflanzenerbe von großer Bedeutung ist.
Block II zeigt auf, dass sich neue Möglichkeiten der partizipativen Erhaltung u. a. in Freilichtmuseen und in nutzungsorientierten Initiativen ergeben könnten. Hier könnte sich anbieten, eine Verbindung zu historischer Nutzung und aktuell vernachlässigten Kulturpflanzen mit Bedeutung und Potential zur Wiedereinführung herzustellen.
Block III berichtet in Beiträgen aus Bayern (Schatzbewahrer), Sachsen und Brandenburg zum Stand der Sortenpflege und -nutzung landwirtschaftlicher Arten.
Anmeldungen zur Veranstaltung sind bis zum 30.10.25 per E-Mail an info@vern.de möglich. Das ausführliche Tagungsprogramm wird Mitte Oktober veröffentlicht.